Neue K√§sesorte erfolgreich getestet: REHMOCTA‚ĄĘ ¬Ľ Der B√§rige ¬ę | ab sofort im Shop verf√ľgbar

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Wie kam es zur Idee, mit der Bärwurz Pflanze etwas zu machen ?

Unsere Petra ist ausgebildete Naturw√§chterin in Vorarlberg und betreut unter anderem Gebiete in Bildstein. Eine ihrer Lieblingspflanzen – die seltene und streng gesch√ľtzte B√§rwurz – kommt genau in diesem Gebiet vor.

Bei einer Informationswanderung hat uns Petra diese filigrane Pflanze gezeigt und wir haben das Blatt und den Fruchtkörper (Samen) probiert.

Baerwurz Detail

Tief beeindruckt von diesem einzigartigen Geschmack fingen unsere Überlegungen an, ob man bei unseren REHMOCTA damit nicht etwas machen könnte?

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Bilderserie vom Bärwurzhof Thomas Lehner

Nicht nur Bärwurz Schnaps РVideo zum Thema Bärwurz РGewinnung und Anwendung

B√§rwurz –¬†√úberblick und Geschichte – Meum athamanticum Jacq. | Meum: unbestimmt

Bärwurz Pflanze
Bärwurz Pflanze РQuelle wikipedia

Quellenhinweis B√§rwurzhof: Bei dem inzwischen verstorbenen Herrn Dr. Johannes G. Mayer www.klostermedizin.de habe ich eine nicht 100%ig abgeschlossene Arbeit √ľber die Geschichte und Verwendung von B√§rwurzel anfertigen lassen.

Der deutsche Name Bärwurz (mittelhochdeutsch Beerwurtz, Berewurtz usw.) hat zwei Benennungsmotivationen:

  • Zum einen wurde wohl der br√§unliche Schopf von Fasern am Hals des Wurzelstocks mit dem Fell eines B√§ren verglichen, worauf auch Namen wie herba ursina oder foeniculum ursinum hinweisen.
  • Es k√∂nnte sich aber auch um die verk√ľrzte Form von ‚ÄěGeb√§rmutterwurtz‚Äú handeln, weil die Pflanze auch f√ľr gyn√§kologische Leiden eingesetzt wurde (Bock 1539, 1 131v: hier u.a. Einsatz bei Geb√§rmuttervorfall (Prolapsus uteri). So gibt Tabernaemontaunus (1588, 233) auch die Namen ‚ÄěB√§rmutterwurz‚Äú und ‚ÄěMutterwurz‚Äú an.

‚ÄěBerwurz‚Äú wird allerdings im Mittelalter auch f√ľr den Haarstrang (Peucedanum officinale) verwendet, jedoch kaum noch nach 1500. [Marzell Bd. 3, 639.] Auch f√ľr B√§renklau (Heracleum sphondylium) und die Eberwurz (Carlina acaulis) ¬†wurde bisweilen der Name B√§rwurz verwendet.

√úbersicht – umfassende Recherche zum Nachlesen

Bärwurz in der Antiken Medizin

Die Identifikation des B√§rwurz mit dem ‚Äěmeon‚Äú (griechisch) oder ‚Äěmeum‚Äú (lateinisch) in der antiken Literatur wurde mit dem Hinweis angezweifelt, dass diese Pflanze im Mittelmeer nicht vorkomme (so etwa Marzell bei Meum athamanticum (Bd. 3, 191) und Genaust, S. 383).

Dies ist jedoch ein Irrtum, B√§rwurz ist √∂stlich bis nach Bulgarien und im S√ľden bis nach Kalabrien und dar√ľber hinaus bis nach Marokko verbreitet. Dioskurides schreibt, dass ‚Äěmeon‚Äú h√§ufig in Makedonien und Spanien zu finden sei.

Nachdem auch die Pflanzenbeschreibungen bei Dioskurides und Plinius zur B√§rwurz passen, gibt es keinen triftigen Grund, diese Identifikation anzuzweifeln. Schon Julius Berendes sah in seiner √úbersetzung der ‚ÄöMateria medica‚Äė vom Jahr 1902 keine Ursache, das ‚Äěmeon‚Äú des Dioskurides mit der B√§rwurz zu identifizieren. [S.26f.]

Dioskurides ‚ÄöMateria medica‚Äė I,3 (Berendes S. 26) ‚Äď Um 60-70 nach Chr.

Gleich zu Beginn seiner ‚ÄöMateria medica‚Äė, der wichtigsten Arzneimittellehre der Antike aus dem 3. Viertel des 1. Jh. n. Chr., widmet der griechische Arzt Pedanios Dioskurides ein Kapitel dem ‚Äěathamantischen Meon‚Äú.

Es soll h√§ufig in Makedonien und in Spanien vorkommen, ist dem Dill √§hnlich aber dicker und k√ľrzer, mit zarten, querlaufenden, langen wohlriechenden, auf der Zunge brennenden Wurzeln.

In Wasser gekocht (Dekokt) oder fein zerrieben lindert es Nieren- und Blasenschmerzen und ist ein gutes Mittel gegen Harnverhaltung, auch gegen Magenblähung und Koliken sowie hysterischen Zuständen und Gelenkleiden.

Das Pulver mit Honig als Latwerge eingenommen lindert Brustleiden, als Sitzbad f√∂rdert es die Menstruationsblutung. Als Umschlag f√ľhrt es bei Kindern den Harn ab. √úberdosierung erzeugt Kopfschmerzen.

Plinius der √Ąltere ‚ÄöNaturalis historia‚Äė (um 70 nach Chr.) XX, 253 (K√∂nig/Winkler, S. 153)

Der Enzyklop√§dist Plinius der √Ąltere (gest. 79) beschreibt Meum (B√§rwurz) ganz √§hnlich wie Dioskurides, nur vergleicht er die Pflanze mit dem Anis.

Die zerriebene Wurzel wirke harntreibend, außerdem heile sie Blähungen des Magens, Koliken und Erkrankungen der Blase und der Gebärmutter. Mit Honig wird sie bei Leiden der Gelenke gegeben. Mit Eppich (Sellerie) auf den Unterleib gelegt wird sie als harntreibendes Mittel bei Kindern eingesetzt.

Galen von Pergamon (gest. um 205) schreibt, dass die Wurzel des ‚ÄěMeu‚Äú erw√§rmend im zweiten Grad und trocknend am Ende des zweiten Grades sei. Sie soll harntreibend wirken und die Menstruation bef√∂rdern, bei starkem Gebrauch aber auch Kopfschmerzen verursachen. [Straberger-Schneider, S. 223]

Die Anwendungen von Galen und Dioskurides beeinflussten maßgeblich die Medizin der arabischsprachigen Welt.

Bärwurz in der Klostermedizin

‚ÄöLorscher Arzneibuch‚Äė (um 790/95):

Die B√§rwurz wird im ‚ÄöLorscher Arzneibuch‚Äė als Meum in mindesten 15 Rezepten angef√ľhrt. Es handelt sich meist um Heilmittel, die als ‚ÄěGottesgeschenk‚Äú bezeichnet werden und im 3. und 4. Buch zahlreich sind.

Diese Mittel sollen bei sehr vielen Leiden helfen, fast immer werden Magen, Darm und Leber aber auch Niere und Blase sowie Gicht, Menstruationsbeschwerden und Hysterie genannt. Manchmal Fallsucht (Epilepsie) und Raserei.

Die Mittel zeichnen sich durch sehr viele Zutaten aus, etwa 15 bis an die 40 Ingredienzien. Diese Indikationen entsprechen aber weitgehend denen, die Dioskurides f√ľr den B√§rwurz auff√ľhrt. (LA: 87 ff, 91, 93 ff, 102, 104, 108, 116 ff, 121 f, 126)

Nur ein Mittel ‚ÄěOpoponax‚Äú (Buch 4, Rezept 78d, S. 307) beinhaltet ausschlie√ülich Liebst√∂ckelzweige und B√§rwurz. Der Saft soll mit Wein und etwas Pfeffer eingenommen bei Herzklopfen und weiteren Herz- und bei Magenleiden hilfreich sein.

‚ÄöCirca instans‚Äė (Matth√§us Platearius), Salerno um 1130/40 [Ausgabe Konrad Goehl]

Eine der wichtigsten Arzneimittellehren des Mittelalters in Europa.

Kap. 142. Von der Bärwurz (meu): Anwendungen Verstopfung der Leber (mangelnder Gallenfluss), Erkrankungen der Harnwege, Blähungen.

Hildegard von Bingen ‚ÄöPhysica‚Äė, Kap. 1.136

Bei der Identifizierung der ‚ÄěBerewrz‚Äú mit Meum gibt es eine gewisse Unsicherheit. In der Florentiner Handschrift (Florenz, Biblioteca Medicea Laurenziana, Ms. Laur. Ashb. 1323) der umfangreichsten Abschrift der ‚ÄöPhysica‚Äė aus der Zeit um 1292, findet sich der nachtr√§glich angebrachte Hinweis ‚ÄěBerewrz id est peucedanum‚Äú. [Hildebrandt/Gloning ‚ÄöPhysica‚Äė Bd. II, S. 160]]

Demnach w√ľrde es sich um einen Haarstrang handeln, ebenfalls ein Doldenbl√ľtler, wie etwa der Echte Haarstrang (Peucedanum officinalis). F√ľr den Echten Haarstrang ist der deutsche Name B√§rwurz tats√§chlich belegt, wie Heinrich Marzell im W√∂rterbuch der deutschen Pflanzennamen angibt, aber nicht als Hauptname.

In den √ľbrigen Handschriften der ‚ÄöPhysica‚Äė-√úberlieferung findet sich dieser Hinweis nicht, auch nicht in dem Codex aus Wolfenb√ľttel (Herzog August Bibliothek Cod. Guelf. 56. 2. Ausg. 40), der etwas √§lter ist als die Florentiner Handschrift.

Nachdem B√§rwurz schon in der Fachliteratur der Sp√§tantike als Arzneipflanze behandelt wird und auch im ‚ÄöLorscher Arzneibuch‚Äė h√§ufiger in den Rezepten auftaucht sowie eine Monographie im ‚ÄöCirca instans‚Äė besitzt, ist es durchaus wahrscheinlich, dass Hildegard mit Berewrz das Meum athamanticum meint.

Hildegard empfiehlt ‚Äěberewrz‚Äú bei Fiebern, Gicht und Gelbsucht, wobei Gicht ein sehr umfassender Begriff f√ľr rheumatische Schmerzen und Erkrankungen ist, und ‚ÄěGelbsucht‚Äú nicht nur auf Hepatitis eingeschr√§nkt werden kann. Erkrankungen der Gelenke und der Leber werden auch von den √ľbrigen Autoren bei B√§rwurz als Indikationen angef√ľhrt.

Weitere Erwähnungen der Pflanze im Mittelalter

Der ber√ľhmte Albertus Magnus (um 1200-1280) erw√§hnt Meu (auch B√§renwurzel) im Kapitel zum Anis als √§hnliche Pflanze. (Biewer)

Auch das gr√∂√üte Kr√§uterbuch des Mittelalters in deutscher Sprache vor dem Buchdruck, das ‚ÄöLeipziger Drogenkompendium‚Äô (Sachsen um 1435) √ľber B√§rwurz, das allerdings eine √úbersetzung des Kapitels aus dem ‚ÄöCirca instans‚Äė (siehe oben) darstellt.

Väter der Botanik

Leonhart Fuchs (1501-1566) behandelt ‚ÄúBeerwurtz‚ÄĚ in seinem Kr√§uterbuch von 1543 im Kapitel ¬†305 (CCCV), seltsamer Weise gibt er als griechische und r√∂mische Namen ‚ÄěTordylon‚Äú und ‚ÄěTordylion‚Äú sowie ‚ÄěSeseli Creticum‚Äú und nicht meu oder meum an (meum wird auch sonst nicht erw√§hnt). Bild (Nr. CCCCLI) und Beschreibung passen aber sehr gut zur B√§rwurz.

‚ÄěTordylion oder Seseli creticum behandelt Dioskurides im 56. Kapitel des 3. Buches seiner ‚ÄöMateria medica‚Äė. Es handelt sich h√∂chst wahrscheinlich um Tordylion officinale L., ein Doldenbl√ľtler, der vor allem in der T√ľrkei heimisch ist.

Die Indikationen entsprechen auch weitgehend dem des Tordylion-Kapitels in der ‚ÄöMateria medica‚Äė: Der Same der Pflanze wird bei Harnwinde (Infekt) und ausbleibender Menstruation empfohlen, der Saft aus den St√§ngeln bei Nierenleiden.

Die Wurzel mit Honig als Latwerge genommen soll den z√§hen Schleim aus Lunge und Brust l√∂sen, Same und Wurzel vermischt in Wein gekocht gegen allerlei Gifte wirken, den Stein austreiben und bei wei√üem Ausfluss der Frauen helfen. ‚ÄěIn Summa‚Äú soll die Pflanze bei allen Gebresten helfen, wo eine w√§rmende und trocknende Wirkung von N√∂ten ist.

Es handelt ich hier wohl um eine falsche Identifizierung durch Leonhart Fuchs.

Eucharius R√∂√ülin der J√ľngere

Hochinteressant ist das ‚ÄěBeerwurtz-Kapitel‚Äú in dem Kr√§uterbuch des Frankfurter Stadtarztes Eucharius R√∂√ülin (S. 235), das allerdings von Fuchs beeinflusst ist, denn er gibt als weitere Namen neben Sewfenchel (Saufenchel) und Rossk√ľmmel auch Tordylion und Seseli Creticum an. Er schreibt: Beerwurtz, von des rauen Haars wegen oder das sie den Weibern zur Beermutter (Geb√§rmutter) dienlich, also genannt, ist in alle Weg dem Fenchel fast gleich.

In der H√∂he wei√üe Bl√ľmlein (Bl√ľten) wie Dill, der Same wie Petersiliensame, die Wurzel oben hinaus haarig, herb am Geschmack.‚Äú Er f√ľhrt zudem zwei weitere Arten an, die Wei√üe und die Schwarze Hirschwurz (von der Abbildung her k√∂nnten das tats√§chlich Tordylion-Arten sein). Diese Pflanzen h√§tten nahezu alle Kr√§fte, welche die Angelikawurzel besitzt. Der Same (Frucht) und die Wurzel in Wein gekocht ¬†haben sich bei allen Giften von Schierling, Bilsenkraut und Opium bew√§hrt.

Dieser Trank stillt auch Bauchschmerzen, und Koliken der Geb√§rmutter, f√ľhrt den kalten Schleim aus der Lunge und den D√§rmen heraus und √∂ffnet Leber und Milz (Gallenfluss). B√§rwurz, Feigen und Fenchel in Wein gekocht habe sich bei langwierigem Husten, Asthma und Darmkr√§mpfen bew√§hrt und vertreibt auch die Feuchtigkeit der Wassersucht (√Ėdeme).

Wurzel und Same sollen auch bei Verschleimung, Steinbildung und Wei√üem Fluss der Frauen hilfreich sein. Der Same hei√ü in einem S√§cklein auch den Kopf und an den Nacken gelegt ‚Äěverzehrt‚Äú kalte Fl√ľsse (Schnupfen?). Kraut und Wurzel zerstampft und als Umschlag aufgelegt wirkt gegen Beulen und Geschwulste. [Zitiert nach der Ausgabe von 1560]

Die Indikationen stimmen allerdings nicht genau mit dem Kr√§uterbuch von Leonhart Fuchs √ľberein.

Nach Rößlin konnte auch die Eberwurz konnte Beerwurz heißen (S. 90).

Adam Lonitzer hat in seinem Kr√§uterbuch, erste Auflage Frankfurt am Main 1557 das Kapitel von R√∂√ülin √ľbernommen. Das Kr√§uterbuch Lonitzers wurde bis 1783 immer wieder neu aufgelegt und ist somit eine wichtige Quelle f√ľr die f√ľr die Verwendung der Heilpflanzen in der fr√ľhen Neuzeit. (Ausgabe 1679, S.

Johann Schr√∂der (17. Jh.) ‚Äď B√§rwurz und Theriak

Die wichtigste Arzneimittellehre des 17. Jahrhunderts war die ‚Äěmedicun-Chymische-Apotheke oder h√∂chstkostbarer Arzneischatz‚Äú des Frankfurter Arztes Johann Schr√∂der (um 1600 bis 1664).

Die lateinische Ausgabe kam 1641 in Ulm heraus, eine deutsche Version folgte posthum erst im Jahr 1685 in N√ľrnberg. Unter dem antiken Namen ‚ÄěMeum‚Äú behandelt Schr√∂der die B√§rwurz und gibt zahlreiche Namen und Erl√§uterungen zur Pflanze [S. 877-978].

Neben Meum ist auch ‚ÄěDaucus‚Äú und ‚ÄěDaucus Creticus‚Äú aufgef√ľhrt sowie ‚ÄěTordylium‚Äú und ‚ÄěSeseli Creticum‚Äú und als deutsche Namen: ‚ÄěB√§rwurtz‚Äú, ‚ÄěWilder Dill‚Äú, ‚ÄěB√§rendill‚Äú, ‚ÄěB√§renfenchel‚Äú, ‚ÄěMutterwurtz‚Äú und ‚ÄěHertzwurtz‚Äú. Schr√∂der erw√§hnt auch zwei Arten, ‚ÄěAthamanticum‚Äú, das edlere und das Rote Meum.

F√ľr Schr√∂der gibt es keine Zweifel, dass das Meum bei Dioskurides die B√§rwurz ist. Den Namen ‚ÄěB√§rwurtzel‚Äú begr√ľndet er folgenderma√üen: ‚Äěweil es vor die Mutter-Grimmen [Kr√§mpfe, Koliken der Geb√§rmutter] (ist), wann man die Wurtzel im Mund beh√§lt und keuet.‚Äú

Sie soll im 3. Grad erw√§rmen und im 2. Grad trocknen, eine verd√ľnnende, √∂ffnende und Windbl√§hungen zerteilende Wirkung haben. Am h√§ufigsten wird sie nach Schr√∂der bei Aufbl√§hungen und Aufsto√üen vom Magen her genutzt.

Sie soll den Harn treiben und die Monatsblutung herbeif√ľhren sowie bei Erkrankungen der Geb√§rmutter, bei Bauch-Grimmen (Koliken), Katarrhen, dem Weinstein und f√ľr die Lunge n√ľtzlich sein, wenn man sie als Umschlag auflegt. Auch zu vielen zusammengesetzten Arzneimitteln und besonders in den Theriak wird sie beigegeben, wobei der Theriak damals als das wirkungsvollste Heilmittel betrachtet wurde.

Lösecke

Der Berliner Arzt, au√üerordentlicher Professor und Mitglied des medizinisch-chirurgischen Kollegiums, Johann Ludwig Leberecht L√∂secke (1724-1757), ver√∂ffentlichte vor allem f√ľr seine Studenten, seine sehr erfolgreiche ‚ÄěAbhandlung der auserlesensten Arzneymittel‚Äú.

Hier wird zwar die B√§rwurz nur in einer l√§ngeren Fu√ünote zur Liebst√∂ckelwurzel behandelt, diese ist aber sehr aufschlussreich. Es hei√üt die ‚ÄěB√§ren Wurtzel‚Äú gleiche zwar der Liebst√∂ckelwurzel sehr. ‚ÄěJedoch riecht und schmeckt sie viel sch√§rfer, und wird deswegen von vielen, zumal z√§rtlichen Personen, verabscheut. Dieses ist wohl die Ursache, warum sie so selten verschrieben wird, ungeachtet sie sehr w√ľrcksam ist, und sich zu Kr√§uter=Theen sehr wohl schicken w√ľrde.

Sie wird aber mit Nutzen in Clystieren und √§usserlichen Umschl√§gen, wider die Wind-Colik und die Verstopfung der Harnblase, gebraucht. [Dr. Johann Ludwig Leberecht L√∂secke: Abhandlung der auserlesensten Arzneymittel nach derselben Ursprung, G√ľte, Bestandtheilen, Maasse und Art zu w√ľrken ingleichen wie dieselben aus der Apotheke zu verschreiben sind: zum Nutzen seiner Zuh√∂rer abgefa√üt. 3. Auflage Berlin (Nicolai) 1763; S. 186, Anm. a)]

Das hei√üt, L√∂secke ist sehr angetan von den Wirkungen der B√§rwurz sieht aber Probleme bei der ‚ÄěCompliance‚Äú vor allem von Seiten empfindlicher Patienten bei der Pflanze.

In Schottland wurden die Pflanze in Kultur angebaut und als Gem√ľse gegessen, die Bl√§tter wurden als Diuretikum, als Mittel gegen Katarrhe, Hysterie und Magenprobleme sowie bei Menstruationsst√∂rungen und Uterus-Problemen verwendet. [A Dictionary of Plants Used by Man, Usher, George, Pub. Constable, London 1974.]

Bärwurz im 20. Jarhundert

Gerhard Madaus f√ľhrt Meum athamanicum in seinem ‚ÄėLehrbuch der biologischen Heilmittel‚Äô (1938) nur bei den Pflanzen auf, die √§therisches √Ėl enthalten (S. 241), hat aber keine Monographie verfasst.

Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis

‚ÄěHagers Handbuch‚Äú z√§hlt bis heute zu den wichtigsten Nachschlagewerken zur Pharmazie √ľberhaupt. In der 3. Auflage, die 1938 und dann noch einmal 1949 mit zwei Nachtragb√§nden erschien, fehlt Meum athamanticum. Die 4. Auflage aus den 70er Jahren hat die Pflanze dann aber ber√ľcksichtigt (Bd. 5, 1976, S. 859-860).

Zu den Anwendungen der Wurzel hei√üt es: ‚ÄěFr√ľher als Aromaticum, Stomachicum, Tonicum bei ‚ÄěUnterleibsbeschwerden‚Äú; gegen Hysterie, Katarrh, Menostase, Fluor albus, Blasenleiden u.a.. In der Volksheilkunde bei Herzschw√§che und als Stomachicum.

In der Tierheilkunde. Zur Bereitung eines magenstärkenden Schnapses (Bayerischer Wald und Erzgebirge).“ [Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis, vollständige (vierte) Neuausgabe, hersgg. von. P.H. List und L. Hörhammer, Bd. 5, Springer-Verlag, Berlin Heidelberg New York 1976, S. 860]

Die Zahl der Anwendungen ist also sehr bedeutend, gelten aber als veraltet. Dabei ist aber zu ber√ľcksichtigen, dass der Arzneischatz in der Bundesrepublik auf Grund des Contergan-Falles von den 60er bis in die fr√ľhen 80er in einer v√∂lligen Umbruchsphase befand.

Auch in der 5. Auflage wird die Bärwurz behandelt (Bd. 5, 1993, S. 848-851). Bei den Wirkungen wird darauf hingewiesen, dass der Extrakt aus den Wurzeln einen inhibitorischen Effekt auf die Aggregation der Blutplättchen habe.

Verantwortlich k√∂nnten die Methylester der Ferula- und der Kaffees√§ure sein. Die Daten werden aber wegen fehlertr√§chtigen Methoden als wissenschaftlich nicht bewertbar bezeichnet. (S. 851). Deshalb werden auch nur volkst√ľmliche Anwendungen aufgef√ľhrt, bei welchen die Wirksamkeit nicht belegt ist.

Konkret wird die Nutzung als magenst√§rkendes und carminativ wirkendes Mittel bei Verdauungsst√∂rungen sowie als fieberwidriges Mittel¬† bei fieberhaften Erkrankungen aufgef√ľhrt sowie die Verwendung als aromatisierender Zusatz zu magenst√§rkenden Schn√§psen.

Volkst√ľmliche Anwendungen: Als magenst√§rkendes und carminativ wirkendes Mittel bei Verdauungsst√∂rungen; als fieberwidriges Mittel bei fieberhaften Erkrankungen.

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