Natamycin – No Go bei Käse!

Ein No Go! - Die Käsebehandlung mit Natamycin im Käse Wiki vom Alpen Sepp

Oberflächenbehandlung von Käse mit Natamycin

Bei Alpenkäse aus dem Bregenzerwald zum Glück undenkbar !!

Eine Foodwatch Kampagne brachte es ans Licht: Diverse Käsehersteller verwenden das Rinden Behandlungsmittel Natamycin offenbar zu sorglos.

Warum wird das überhaupt gemacht?

Als Konservierungsmittel zur Behandlung der Käserinde verhindert Natamycin Hefe- und Schimmelpilzbefall – und entlastet den Käser von aufwändiger Käsepflege. Diese ist bei Hartkäse, Schnittkäse und halbfestem Schnittkäse erlaubt.

Wird Natamycin häufig aufgenommen, kann das zu einer Resistenz gegen den Wirkstoff führen. Deshalb muss bei damit behandeltem Käse die Rinde unbedingt weggeschnitten werden – und das großzügig. Der Zusatzstoff ist bis zu fünf Millimeter unter der Oberfläche nachweisbar.

Vielleicht erlaubt, aber sicher nicht erwünscht.

Pilzmittel sind leider bei Käse nicht verboten: Natamycin wirkt den Angaben zufolge wie ein Antibiotikum (ein Penicillin ähnlicher Zusatzstoff (E 235) mit antibiotischer Wirkung) und kommt in der Medizin bei der Behandlung verschiedener Pilzinfektionen am Menschen zum Einsatz. Trotz der Verzehrwarnung von BfR und MRI ist die Verwendung von Natamycin bei Käse erlaubt.

Natamycin muss deklariert werden und der Käse sollte den Hinweis tragen „Rinde nicht zum Verzehr geeignet!“

Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch deckte 2011 auf, dass mindesten ein Käsehersteller dieses Mittel verwendete.

Was, wenn ich an der Käsetheke einkaufe?

Schwierig wird es bei losem Käse von der Theke oder vom Supermarkt vorverpacktem Käse. Eine Nachfrage an der Theke kann sicher helfen. Doch verlässliche Angaben kann auch der Verkäufer vermutlich nur dann sicher machen, wenn sich auf einem noch nicht angeschnittenen Käselaib die entsprechende Deklarierung befindet.

 

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